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Pflanzliche Kostbarkeiten

Auf dieser Seite finden Sie Beschreibungen von Pflanzen, deren Wirkstoffe zur Hautpflege in der Naturkosmetik Verwendung finden. 
In der Naturheilkunde vertraut man seit Jahrtausenden auf die natürlichen Pflanzeninhaltstoffe. In Salben und Einreibungen sind die Wirkstoffe höher konzentriert. Die "Selbstbehandlung" mit diesen Präparaten ist auch in unsere Zeit wieder üblich geworden. 
Die zur Herstellung von Cremes, Lotionen und Naturheilmittel verwendeten Pflanzen werden in Kulturen angebaut, nach der Ernte geprüft und auf ihre Widerstandsfähigkeit gegenüber Bakterien untersucht, bevor sie zu Kosmetik verarbeitet werden
Bei ernsthaften, lang anhaltenden und unklaren Beschwerden sollte immer ein Arzt konsultiert werden!
Arnika (Arnica montana) 
Arnika

Andere Namen: Bergwohlverleih, Kraftwurz, Mutterblume, Feuerblume, Johannisblume

 Die Arnika ist eine inzwischen selten gewordene Heilpflanze aus der Bergwelt und steht unter Naturschutz.

Ihre Verwendung in der Naturkosmetik und in der Behandlung von Haut- und Muskelproblemen hat eine lange Tradition.

 Zu ihren Inhaltstoffen zählen u. a. Gerbstoffe, Flavonoide, Kieselsäure und ätherische Öle.

 Hautcremes mit Pflanzenextrakten der Arnika entfalten ihre wohltuende und entspannende Wirkung besonders bei der Pflege von empfindlicher Gesichtshaut und beanspruchten, strapazierten Hautpartien. Sie ist für alle Hauttypen geeignet. Regelmäßig angewendet trägt die Creme zur Harmonisierung der Hautfunktionen bei. Tipp: Arnika Creme Spezial

Arnika-Salbe wird hauptsächlich bei Quetschungen,  Muskel- und Sehnenzerrungen verwendet. Sie wirkt desinfizierend, wundheilungsfördernd und entzündungshemmend. Salben und Cremes nur äußerlich anwenden.  

Die Arnika ist eine Wildblume und lässt sich im Garten schwer kultivieren. 

Beinwell (Symphytum officinale) 
Beinwell
Andere Namen: Beinwurz, Bienenkraut, Schmalwurz, Schwarzwurz, Speckwurz
 Beinwell ist in ganz Europa heimisch. Man findet den wildwachsenden Strauch in der Nähe von Seen oder Flüssen. Schon die alten Römer wussten um die Heilkraft der Pflanze, aus deren Wurzeln sie einen Brei zur Behandlung von Knochenbrüchen, Blutergüssen, Quetschungen etc. herstellten.
 Zu den Inhaltstoffen zählen u.a. Allantoin, Asparagin, Gerb- und Schleimstoffe, Kieselsäure, Rosmarinsäure und ätherische Öle.  
 Lotionen und Cremes mit den Inhaltstoffen der Beinwellwurzel zählen zu Körperpflege-Präparaten, die schwere und müde Beine und Arme spürbar wohltuend beleben. Sie regen die Durchblutung an, beschleunigen die Zellregeneration, sorgen dafür, dass die Haut zart und geschmeidig bleibt und können sogar vorzeitiger Faltenbildung vorbeugen. Vor allem für trockene Haut zu empfehlen.  Tipp: Beinwell + Rosmarin Creme-Balsam
Salben mit höherer Konzentration der Inhaltstoffe finden u.a. Anwendung bei Muskelentzündung, Muskelkater, Prellungen und Zerrungen und zur Nachsorge von Frakturen. Die Präparate werden nur äußerlich angewendet.
Die Beinwellstaude ist mit ihren rot-violetten glockigen Blüten auch am heimischen Gartenteich ein schöner Blickfang.  
Brennnessel (Utica dioica) 
Brennnessel
Andere Namen: Feuerkraut, Brenner, Brennkraut, Scharfnessel
 Jeder kennt die weltweit vorkommende, als Unkraut bezeichnete Brennnessel. Doch man sollte nicht vorschnell urteilen, sie gehört zu den ältesten bekannten Heilkräutern. Schon die alten Griechen nutzten sie, wegen ihrer hochwirksamen Substanzen, als Heilpflanze und zur Zubereitung von Schönheitsmitteln.
 Zu den Inhaltstoffen zählen u. a. viele Mineralstoffe und Spurenelemente z. B. Silizium (Haut, Haare, Nägel), Kalium und Natrium, Mangan und Bor. Außerdem viele Vitamine z.B. Vit. B 2 + B 5 (Haut, Nägel),  Vit. C (Haut, Bindegewebe), Vit. E, Vit. K  und Karotinoide.
 Hautpflegeprodukte mit Brennnessel-Extrakten harmonisieren den Zustand der Haut. Diese Eigenschaft kommt trockener und empfindlicher ebenso wie fettiger oder Akne-geplagter Haut zugute. Außerdem fördern die Wirkstoffe die Durchblutung und erfrischen die Haut. Kalium und Natrium regulieren den Wasserhaushalt, Mangan und Vit. C festigen das Bindegewebe, Bor ist für den Mineralstoffwechsel zuständig und Vit. E schützt vor Umweltgiften und UV-Strahlen.. 
 Die Brennnessel wird im Garten nicht gern gesehen, aber wenn man um ihre wertvollen Inhaltstoffe weiß. sieht man sie vielleicht mit anderen Augen.
 
Hamamelis (Hamamelis virginiana) 
Hamamelis

Andere Namen: Virginische Zaubernuss, Amerikanische Zaubernuss, Hexenhasel, Wünschelrute, Zauberhaselnuss

 Die Hamamelis-Pflanze kommt ursprünglich aus Nordamerika. Sie  wurde schon von den Indianern zur Pflege bei Hautproblemen und als Heilmittel  gegen Entzündungen geschätzt. Hamamelis ist Bestandteil in vielen Cremes und Salben. Verarbeitet werden die Blätter und Wurzeln der Pflanze.

Zu den Inhaltstoffen zählen u. a. Gerb- und Schleimstoffe, organische Säuren, Flavonoide, Hamamelin, Hamamelitannin, Campher, Phenol und ätherische Öle. 

Hamamelis-Creme wirkt adstringierend (zusammenziehend) und tonisierend. Sie wird hauptsächlich bei trockener, schuppiger, rissiger und unreiner Haut verwendet. Die Anwendung bei altersbedingter Austrocknung der Haut verspricht eine bessere Speicherung der Feuchtigkeit und erzielt somit eine angenehme Linderung bei Hautspannungen. Die Haut wird allgemein widerstandsfähiger. Besonders geeignet für normale bis empfindliche Haut.Der besondere.

Salbe mit Hamamelis wird äußerlich angewendet, und ist zur Behandlung bei nahezu allen Hautproblemen geeignet. Sie wirkt entzündungshemmend und wird deshalb häufig bei Wundbehandlung, Ekzemen, Verletzungen oder Venenentzündung eingesetzt. Bei Hautverträglichkeitstests wurde festgestellt, dass praktisch keine Nebenwirkungen vorkommen. Tipp: Ringelblume + Hamamelis Creme-Balsam

Hamamelis ist auch in unseren heimischen Gärten eine besondere Augenweide. Sie blüht bereits ab Januar bis Februar, wenn andere Pflanzen noch im Winterschlaf liegen. Die gelben, büschelartigen Blüten verbreiten  einen herb-würzigen Duft. 

Ringelblume (Calendula officinalis) 
Ringelblume

Andere Namen: Goldblume, Sonnwendblume, Ringelrose, Monatsblume, Gartendotterblume, RegenblumeDie Ringelblume kommt ursprüngllich aus Südeuropa und wird bereits seit dem 12. Jahrhundert in Mitteleuropa als Zier- und Heilpflanze angebaut. Ringelblumen-Extrakte sind häufig Bestandteile in Hautcremes und Salben. Verwendet werden die Blütenblätter, deren heilende Wirkung schon seit Jahrhunderten bekannt ist.Zu den Inhaltstoffen zählen u. a. Flavonoide, Carotinoide, Saponine, ätherische Öle, Bitterstoffe, Glykoside, Stigmasterol und Salizylsäure. 

Ringelblumen-Creme wird äußerlich angewendet.

Die Creme eignet sich besonders als Nachtcreme. Sie wirkt adstringierend (zusammenziehend), antibakteriell, abschwellend, anregend, reinigend und entzündungshemmend, entspannt und beruhigt gereizte, empfindliche und entzündete Haut, auch bei Ekzemen, Pickeln und Akne. Sie ist besonders hilfreich bei der Pflege trockener, rissiger und unreiner Haut, auch bei Lippenherpes hervorragend geeignet. Sie greift in den Stoffwechsel ein, bewirkt eine bessere Hautdurchblutung und fördert so die Zellregenerierung und Zellneubildung der Haut.  Tipp: Calendula Creme Balsam

Die Salbe mit Ringelblumenextrakten hilft bei Zerrungen, Blutergüssen, Quetschungen, Verstauchungen, schlecht heilenden Wunden (verhindert Narbenbildung), Ekzemen und Geschwüren. Auch Krampfadern können mit der Salbe behandelt werden. Es sind keine Nebenwirkungen bekannt.

Die Ringelblume ist in vielen Gärten eine beliebte Zierblume. Mit ihren leuchtend gelben und orangefarbenen Blüten verschönert sie Beete und Blumenrabatten von Juni bis in den späten Herbst.

Rosmarin (Rosmarinus officinale) 
Rosmarin
Andere Namen: Anthoskraut, Hochzeitsbleaml, Meertau, Weihrauchkraut
 Der aromatisch duftende Rosmarin-Strauch ist eine typische Pflanze der Mittelmeerländer und kommt dort reichlich wildwachsend vor. Rosmarin hat seit dem Altertum eine besondere Bedeutung für die Schönheit und Lebenskraft, in der Medizin als Stärkungsmittel und als Küchengewürz. Auch als Zaubermittel in der Liebe soll er seine Wirkung entfalten.
 Zu den Inhaltstoffen zählen u.a. Harze, Gerb- und Bitterstoffe, Flavonoide, Pflanzensäuren und ätherische Öle. 
 Es gibt Cremes und Lotionen, Seifen und Badezusätzen mit Rosmarin. Die Inhaltstoffe wirken belebend und anregend, reinigend und pflegend, vor allem bei fettiger Haut. Sie regen die Hautdurchblutung an und wirken keimhemmend. Tipp:  Beinwell + Rosmarin Creme-Balsam
In der Naturheilkunde sind verschiedene Rosmarin-Präparate bei vielen Beschwerden hilfreich, z.B. bei Frauenleiden, Magen-Darm-Problemen, Muskel- und Gelenkschmerzen oder Erschöpfungszuständen.  
 Rosmarin sollte in keinem Kräutergarten fehlen. Die meist winterharten Stauden müssen aber bei strengen Wintern geschützt werden.
Rosskastanie (Aesculus hippocastanum) 
Kastanien

Andere Namen: Gichtbaum, Pferdekastanie, Saukastanie 

Die Rosskastanie stammt ursprünglich aus dem nördlichen Griechenland und gelangte erst in der zweiten Hällfte des 16. Jahrhunderts nach Mitteleuropa. Zubereitungen aus Kastanien gibt es schon lange, die eigentliche Heilkraft kennt man allerdings erst seit Ende des 19. Jahrhunderts.

Zu den Inhaltstoffen zählen u.a. Aesculuc-Saponine, Gerbstoffe, Flavongrycoside und Cumarine.

Cremes uns Salben und Einreibungen werden aus den Samen (Kastanien) hergestellt und sind nur zur äußerlichen Anwendung.

Sie werden bei Venenleiden zur Gewebsentwässerung und als entzündungshemmendes Mittel eingesetzt. Auch bei Krampfadern und chronischer Venenschwäche (schwere, schmerzende  Beine, nächtliche Wadenkrämpfe) sind Rosskastanien-Cremes von hohem Nutzen. Es besteht ein großer Bedarf, denn durch die Bewegungsarmut unserer Zeit nimmt die Entstehung von Gefäßerkrankungen immer mehr zu. Tipp: Rosskastanie + Weinlaub

Die Rosskastanie ist in unseren Breiten ein beliebter Zier- und Alleebaum, er erfreut uns im Mai mit seinen wunderschönen Blütenkerzen und im Herbst mit seinen glänzenden Samen.  

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